Lauter schöne Schulgärten

20.06.2012

Stiftung der Frankfurter Sparkasse zeichnete die besten Ideen aus

25 Schulen mit rund 3500 Schülern haben in diesem Jahr am Wettbewerb "1822 – Schule und Natur" teilgenommen. Nun wurden die schönsten Gärten prämiert.

Frankfurt. Die Themen reichten von der Teichsanierung und -neugestaltung, Anlegen von Barfußpfaden, von Garten und Kunst, Streuobstwiesen oder einem Shoppingcenter für Insekten bis hin zu Ernährungsfragen: Mit einem großen Abschlussfest hat der Wettbewerb von "1822 – Schule und Natur" seinen Höhepunkt gefunden. Rund 300 kleine und große Gärtner waren zur Siegerehrung des von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse ausgeschriebenen Wettbewerbs eingeladen.

Die Projekte unterscheiden sich nach Groß- und Kleinprojekten. Dahinter steckt die Anzahl von Schülern, die in die Gartenarbeit eingebunden waren – ganze Schulen, beziehungsweise einzelne Klassen. "Da für viele Kinder und Jugendliche der praktische Umgang mit der Natur und mit Pflanzen neu ist, freuen wir uns besonders über die dargebotene Themenvielfalt", erläuterte Ottilie Wenzler, Geschäftsführerin der Stiftung der Frankfurter Sparkasse.

Der erste Preis in Höhe von 600 Euro ging an die Geschwister- Scholll-Schule (Römerstadt), wo neben der Pflege und Erneuerung der Vorjahresprojekte ein neuer Barfußpfad mit Fühlkästen und Tomatengewächshäuser hinzukamen. Platz zwei wurde an die Peter-Petersen-Schule (Eschersheim) vergeben, die dafür ein Preisgeld von 400 Euro erhielt. Die Schule beteiligte sich bereits zum 25. Mal am Wettbewerb und legte in diesem Jahr ihren Schwerpunkt auf die Streuobstwiese. Darüber hinaus sei sehr viel Arbeit und Engagement nötig, um alle angelegten Grünflächen der letzten 25 Jahre zu pflegen und erhalten, so die Jury.

Den dritten Platz teilen sich die Liebigschule (Westhausen), deren Schüler ebenso Profis des Wettbewerbs sind und die Wilhelm-Merton-Schule (Westhausen). Auch hier ist bereits eine große Themenvielfalt, verbunden mit viel Pflegeaufwand vorhanden. Hinzu kamen die Neuanlage einer Kräuterspirale und ein Erdbeerbeet. Die Merton-Schule überzeugte die Jury mit ihrer originellen Schulgeländebepflanzung in unterschiedlichsten Behältnissen wie Blechdosen, Jutesäcken oder Bananenkisten. Beide Schulen erhalten dafür jeweils 300 Euro.

In der Kategorie der Klassen- und Kleinprojekte wurde der erste Preis gleich drei Mal vergeben. Die Garten AG der Meisterschule (Sindlingen) für ihren neuen Schulgarten außerhalb des Schulgeländes, die Klasse 4b der Pestalozzischule (Riederwald) für ihr Projekt "Kleintiere im Schulgarten" und die Klassen 3a und 3b der Schule am Sommerhoffpark (Gutleutviertel) für die Umsetzung des Themas "Der Regenwurm – ein Helfer in unserem Schulgarten". Je 400 Euro Preisgeld vergab die Jury für diese Projekte.

Die Garten AG der Carl-von-Weinberg-Schule (Goldstein) mit der Pflege des Schulgartens und dem neu angelegten Barfußpfad sowie Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 5 der Anne-Frank-Schule (Dornbusch) mit dem Projekt "Besonderen Pflanzen auf der Spur" erarbeiteten sich den zweiten Preis und erhielten zur Belohnung je 300 Euro von der Jury zuerkannt. Der dritte Preis ging an drei Schulen. Hierüber freuten sich die Klassen 5/6 der Charles-Hallgarten-Schule (Bornheim) mit ihrem Projekt "Wechselanbau, die Garten AG der Hermann-Herzog-Schule (Dornbusch) mit einem "Treffpunkt der Kulturen für Menschen und Pflanzen" und die Projektgruppe der Hermann-Luppe-Schule (Praunheim), wo der Innenhof in einen Schulgarten umgewandelt wurde.

Das Zusammenspiel von gärtnerischer Arbeit und Integration des Themas in den Unterricht sowie die aktive Beteiligung der Schüler an der Verwirklichung der Projekte waren auch in diesem Wettbewerbsjahr die Schwerpunkte der Bewertung. Neben neuen Ideen berücksichtigten die Juroren auch besonders die Erhaltung und Pflege von Projekten aus den zurückliegenden Wettbewerbsjahren.red (red)

Artikel vom 20. Juni 2012, 03.21 Uhr (letzte Änderung 20. Juni 2012, 05.06 Uhr)